Ich gestalte und entwickle digitale Lernangebote, die echte Probleme im Arbeitsalltag lösen.

Hier sind einige Projekte, die ich umgesetzt habe, und die Entscheidungen dahinter.

Storyline 360

CEO-Spoof: Gefälschte E-Mails erkennen

Mitarbeitende fielen immer wieder auf gefälschte E-Mails im Namen des CEO herein. Dieses Storyline-Modul zeigt ihnen, wie sie die vier Warnsignale erkennen und richtig reagieren.

Das Problem

In einer fiktiven Phishing-Simulation klickten 38 % der Mitarbeitenden auf einen Link in einer gefälschten CEO-E-Mail. Sie konnten eine gefälschte E-Mail nicht von einer echten unterscheiden. Genau auf diese Lücke setzen Angreifer.

Die Lösung

Ein fokussiertes Storyline-Modul mit sechs Folien. Vier Warnsignale stehen im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden suchen sie in einer realistischen E-Mail, treffen in einem Szenario eine Entscheidung und nehmen drei konkrete Handlungsschritte mit.

Die wichtigsten Entscheidungen

01

Unterscheiden statt raten

Die E-Mail enthält vier Warnsignale und vier plausible, harmlose Elemente. Jedes liefert eigenes Feedback. So üben die Teilnehmenden, echte von gefälschten E-Mails zu unterscheiden.

02

Die Interaktion folgt dem Lernziel

Die Aufgabe besteht darin, Warnsignale im Kontext zu erkennen. Deshalb bildet eine realistische E-Mail mit einer Suchaufgabe den Kern der Übung.

03

Markenrichtlinien in Storyline übersetzen

Ich habe GitHubs öffentliches Markenmaterial in Storyline übersetzt: Schriftarten, Farbsystem und Player folgen durchgängig dem Markenauftritt.

Eingesetzte Skills

Storyline 360 Szenariodesign Markenkonformes Design KI-gestützte Produktion (Voice-over, Sound, Theme) Variablen und JavaScript
Vorschau des CEO-Spoof-Storyline-Moduls

Fiktive interne Schulung, entwickelt als eigenständiges Portfolio-Projekt auf Basis der öffentlichen Markenrichtlinien von GitHub. Nicht mit GitHub verbunden. Die Statistik ist Teil des fiktiven Szenarios.

Das Modul ist auf Englisch.

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Die ganze Geschichte

Wo das Projekt begann. Es fing bei uns zu Hause an. Meine Frau zeigte mir eine E-Mail, die angeblich von der Schulleitung kam. Betreff: „Dringende Aufgabe." Die Mail klang dringend: Die Schulleitung sei in Meetings und telefonisch nicht erreichbar, die Antwort solle einfach direkt auf die Mail kommen. Sie sagte: „Das kommt mir irgendwie komisch vor." Etwas stimmte nicht, aber sie konnte nicht sagen, was. Ich zunächst auch nicht, obwohl ich bereits Trainings zur Informationssicherheit entwickelt hatte. Es war ein Spoofing-Versuch. Bis wir sicher waren, dauerte es bei uns beiden zu lange. Genau diese Lücke zwischen einem unguten Gefühl und sicherem Erkennen schließt das Modul.

Für wen es ist. Für Mitarbeitende, die in einer internen CEO-Spoofing-Simulation auf einen Link geklickt haben. Sie sind darauf hereingefallen, weil ihnen nie jemand gezeigt hat, worauf sie achten müssen. Das Modul vermittelt ein klares Ziel: Warnsignale in verdächtigen E-Mails erkennen und richtig handeln.

Warum Training hier die richtige Maßnahme ist. Bevor ich mit der Entwicklung angefangen habe, habe ich das Thema an einer Frage geprüft, die Mager und Pipe schon in den 1970er-Jahren stellten: Könnten die Mitarbeitenden es, wenn ihr Leben davon abhinge? Wenn die Antwort Ja lautet, wird ein Training das Problem nicht lösen. Beim Erkennen gefälschter E-Mails lautet die Antwort Nein. Es ist eine echte Kompetenzlücke. Deshalb ist Training hier die richtige Maßnahme.

Rahmenbedingungen. Ich habe das Projekt allein und parallel zur Kundenarbeit in einem realistischen Zeitrahmen umgesetzt. Zugleich sollte es als öffentliches Portfolio-Projekt funktionieren. Deshalb wählte ich ein fiktives Szenario rund um eine reale Marke und kennzeichnete es klar als eigenständiges Portfolio-Projekt. Alle Zahlen, auch die 38 %, stammen aus dieser fiktiven Simulation.

Die Entscheidungen, die mir am wichtigsten sind.

Die Interaktion zeigt eine realistische E-Mail mit vier Warnsignalen und vier plausiblen, harmlosen Elementen. Auch ein Klick auf ein harmloses Element löst eigenes Feedback aus: warum es verdächtig wirken kann und warum es in Ordnung ist. Im Alltag geht es darum, echte Warnsignale von harmlosen Details zu unterscheiden. Genau das trainiert das Modul, statt zufälliges Klicken zu belohnen.

Ich habe die Kernübung vom Lernziel aus gewählt. Die Aufgabe ist, Muster im Kontext zu erkennen. Deshalb steht eine Suchaufgabe in einer vollständigen E-Mail im Mittelpunkt: mit Zähler, Feedback für jedes Element und einer Abschlusslogik. Eine Zuordnungsaufgabe hätte vor allem geprüft, ob die Warnsignale bekannt sind. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, sie in einer realistischen E-Mail zu erkennen.

Das Modul orientiert sich an GitHubs öffentlichen Markenrichtlinien. Ich habe die Schriftarten eingerichtet, ein Schriftarten- und ein Farbthema angelegt, den Player angepasst und alles konsequent über die Layouts hinweg umgesetzt. Ich wollte zeigen, dass ich Markenrichtlinien schnell erfassen und daraus ein Lernmodul entwickeln kann, das sich stimmig in den Markenauftritt einfügt.

Vollständige veröffentlichte Ansicht des Moduls mit dem GitHub-Player
Das veröffentlichte Modul mit dem GitHub-Player: Logo, Menü und Fortschrittshäkchen.

Wo KI in den Workflow passt. Die Sprecherstimme stammt von ElevenLabs. Zuerst testete ich die integrierten KI-Stimmen von Storyline, entschied mich dann aber für das Ergebnis von ElevenLabs. Die Feedback-Sounds entstanden mit Storylines KI-Assistent, beim Anlegen des Themes unterstützte mich mein eigener Storyline Theme Genie GPT. Für einen Solo-Build mit begrenzten Ressourcen war eine KI-Stimme die richtige Wahl. Vor einem Kunden-Rollout lässt sie sich jederzeit durch eine professionelle Sprecherstimme ersetzen. Für mich liegt die eigentliche Kompetenz darin, zu wissen, wo KI im Produktionsprozess sinnvoll ist und wo nicht.

Was ich verbessern würde. Die Phishing-E-Mail selbst ist ein KI-generiertes Bild. Sie wirkt überzeugend und war schnell erstellt. Für Screenreader ist sie jedoch unsichtbar, und der Text skaliert nicht. Beim nächsten Mal würde ich die E-Mail nativ in Storyline aus Textfeldern und Formen bauen. Aufwendiger, aber besser für alle Lernenden.

Ein ausführliches Video zum Entstehungsprozess ist auf meinem YouTube-Kanal in Arbeit.

360° Web-Anwendung

ADR 360° Tankwagen-Rundgang

Ein Tankwagen, den man im Browser aus allen Perspektiven erkunden kann. Entwickelt für die ADR-Tank-Schulung und bundesweit von der DIHK anerkannt.

Entstanden während meiner Zeit als Learning Designer bei DEKRA SE, für die DEKRA Akademie GmbH. Alle Produktangaben auf dieser Seite stammen aus öffentlichem Material von DEKRA.

Das Problem

Der praktische Teil der ADR-Tank-Schulung braucht einen echten Tankwagen. Ein Fahrzeug zu organisieren ist oft unzuverlässig und teuer. Und selbst wenn eines vor Ort steht: Ausgerechnet die wichtigsten Punkte lassen sich am Fahrzeug nur schwer zeigen.

Die Lösung

Eine interaktive 360°-Web-Anwendung, die den Tankwagen im Browser vollständig begehbar macht: jede Position, jede Detailansicht, auch die Blickwinkel, die das echte Fahrzeug kaum zulässt. Alle Teilnehmenden sehen alles, aus der Nähe, von überall.

Anerkennung: Von der DIHK anerkannt und bundesweit im Einsatz.

Die wichtigsten Entscheidungen

01

Echte 360°-Fotografie statt 3D-Modell

Im Vordergrund stand authentisches Detail. Bereiche wie den Armaturenschrank in 3D nachzubauen wäre deutlich aufwendiger gewesen, als das reale Fahrzeug zu fotografieren.

02

Bewusst flache Navigation

Eine einfache Regel durchgängig: frei zwischen den 360°-Positionen wechseln, ein Detail öffnen, zurück zum Ausgangspunkt.

03

Perspektiven aus Tests, Inhalte von Fachexperten

Die Kamerapositionen entstanden aus Tests vor dem Shooting. Die fachlichen Inhalte kamen von den Fachexperten.

Eingesetzte Skills

360°-Medienproduktion Lernarchitektur Zusammenarbeit mit Fachexperten Entwicklung von Web-Anwendungen LMS-Integration
Vorschau des öffentlichen Demo-Videos der DEKRA Akademie zur 360°-Anwendung

Screenshot aus dem öffentlichen Demo-Video der DEKRA Akademie. Mit dem Klick auf den Button werden Inhalte von YouTube geladen.

Im Vollbild öffnen
Die ganze Geschichte

Die Ausgangslage. Zur ADR-Tank-Schulung gehört eine praktische Demonstration am Tankwagen. Ein reales Fahrzeug zu organisieren ist oft unzuverlässig und kostenintensiv. Und selbst wenn eines bereitsteht, arbeitet der Praxisteil gegen die Physik: Der Aufstieg auf den Tank verlangt Sicherheitsausrüstung und eine Unterweisung, der Blick in den Dom einen vollständig entleerten Tank. Und zwanzig Personen rund um ein Fahrzeug sehen von den entscheidenden Details wenig. DEKRA entschied sich für eine digitale Alternative. Ich habe das Projekt als Learning Designer verantwortet, von der ersten Skizze bis zum Rollout im LMS, in enger Zusammenarbeit mit den Fachexperten und dem LMS-Team. Die Anwendung wurde von der DIHK anerkannt und ist bundesweit im Einsatz.

Warum echte Fotografie. Normalerweise tendiere ich zum 3D-Modell: einfacher zu aktualisieren und in der Lage, Zustände zu zeigen, die sich nicht fotografieren lassen. Hier stand das authentische Detail im Vordergrund. Bereiche wie der Armaturenschrank sind tief und dicht verbaut, ein Nachbau in 3D wäre deutlich aufwendiger gewesen als die Aufnahme des realen Fahrzeugs. Mit echter Fotografie sehen die Teilnehmenden genau das Fahrzeug, das ihnen in der Praxis begegnet.

Warum die Navigation bewusst flach ist. Die Anwendung folgt einer einfachen Regel: frei zwischen den 360°-Positionen wechseln, ein Detail öffnen, zurück zum Ausgangspunkt. Es gibt keine Quersprünge innerhalb der Detailebenen, auch dort nicht, wo eine Ansicht wie der Armaturenschrank noch eine weitere Ebene enthält. Diese Zurückhaltung sorgt dafür, dass die Teilnehmenden jederzeit wissen, wo sie sind. Ohne Orientierung funktioniert kein virtueller Raum.

Woher die Inhalte kamen. Die Kamerapositionen entstanden aus Messungen und Tests mit der 360°-Kamera vor dem Shooting: genug Abstand, damit auf einem langen Fahrzeug alles erkennbar bleibt, und gleichzeitig so wenige Positionen, dass die Navigation übersichtlich bleibt. Als wir vor Ort waren, konnten wir direkt loslegen. Die fachlichen Inhalte kamen von den Fachexperten. Meine Aufgabe war es, ihrem Wissen eine Struktur zu geben, durch die sich Teilnehmende bewegen können.

Meine Rolle

  1. Toolauswahl: Software und Hardware für das Projekt evaluiert und ausgewählt, vom 360°-Equipment bis zum Autorentool.
  2. Produktion vor Ort: Das 360°-Shooting am Fahrzeugstandort koordiniert und durchgeführt, mit allen Perspektiven, die die Anwendung brauchte.
  3. Didaktische Konzeption: Storyboard und Lernarchitektur entwickelt: was wann zu sehen ist und warum es zählt.
  4. Entwicklung: Die vollständige interaktive Anwendung gebaut und implementiert, inklusive Navigation, Detailansichten und Fortschrittslogik.
  5. Zusammenarbeit mit Fachexperten: Eng mit den Fachexperten abgestimmt, damit jede Beschriftung und jede Erklärung fachlich korrekt ist.
  6. LMS-Integration: Gemeinsam mit den LMS-Spezialisten die Anwendung in der Lernumgebung von DEKRA ausgerollt.

Was ich verbessern würde. Die Anwendung selbst hat sich bewährt. Nach vielen Review-Schleifen ist nichts in der finalen Version gelandet, das ich heute ändern würde. Was ich straffen würde, ist der Prozess drumherum: Mit den heutigen Werkzeugen wären einige dieser Schleifen kürzer.

Das Demo-Video wurde von der DEKRA Akademie veröffentlicht.

Custom GPT

Storyline Theme Genie

Ein Custom GPT, das vorhandenes Markenmaterial in ein vollständiges Storyline-Theme übersetzt. Eine Nutzerin hat die Zeit gestoppt: 2 Minuten 43 Sekunden vom leeren Projekt bis zum fertigen Theme.

Das Problem

Ein eigenes Theme in Storyline, also eine eigene Layoutvorlage, heißt: 16 Farbfelder befüllen, ohne echten Anhaltspunkt, was Akzent 1 oder Steuerelement 1 überhaupt bewirken. Viele bleiben deshalb beim Standard-Theme oder verlieren eine Stunde mit Recherche, bevor die erste Folie steht.

Die Lösung

Storyline Theme Genie nimmt das Markenmaterial, das vorhanden ist, egal ob Styleguide, Screenshots, eine Website oder ein PDF, und liefert ein vollständiges, markengetreues Farb- und Schriftthema mit visueller Vorschau, fertig zur Übertragung in Storyline.

Die wichtigsten Entscheidungen

01

Aus Zuschauerdaten entstanden

Eine YouTube-Retention-Kurve zeigte, dass Zuschauer genau dort weiterspringen, wo ich alle 16 Farbfelder einzeln durchgehe. Also habe ich die Abkürzung gebaut.

02

Es vervollständigt die Palette

Die meisten Markenpaletten enthalten vier oder fünf Farben, Storyline verlangt sechzehn. Theme Genie schließt die Lücke mit begründeten Vorschlägen.

03

Früh veröffentlicht, bezahlt in Feedback

In der Community veröffentlicht im Tausch gegen ehrliches Feedback. Das prägt das Tool bis heute.

Eingesetzte Skills

Entwicklung von Custom GPTs Prompt Design Markensysteme Workflow-Tools

Das Raster zeigt das GitHub-Theme aus dem CEO-Spoof-Modul auf dieser Seite: genau das Theme hinter diesem Projekt.

Zugang sichern
Hi Georg! Once Storyline was open, it only took 2:43 mins. I timed it. :D Thank you so much! Huge timesaver!
Ehemalige Kundin
I have been using this in my recent projects and have loved that I can just drop my Storyboard and/or other related assets into the GPT and it uses whatever I have while also filling in additional, corresponding colors to complete the full Storyline 16-color themes.
Hayley Conn, Instructional Designer
Die ganze Geschichte

Wo es herkommt. Eine Retention-Kurve aus einem meiner YouTube-Videos zeigte genau den Moment, in dem die Leute weiterspringen: dort, wo ich alle 16 Farbfelder in Storyline einzeln durchgehe. Die Zuschauer haben mir damit etwas gesagt. Sie wollten keine Lektion über Farbfelder. Sie wollten ein fertiges Theme, um endlich bauen zu können. Also habe ich die Abkürzung gebaut.

Was es macht. Man gibt Theme Genie das Markenmaterial, das man hat: Styleguide, Screenshots, eine Website, ein PDF. Es ordnet die Farben allen 16 Feldern zu, schlägt Schriftalternativen vor, wenn die Markenschriften nicht verfügbar sind, und zeigt eine visuelle Vorschau, bevor irgendetwas in Storyline landet. Wenn eine Palette nur vier oder fünf Farben enthält, füllt es die übrigen Felder mit begründeten, passenden Vorschlägen.

Wie es genutzt wird. Ich setze es im Coaching ein, damit die Teilnehmenden schnell durch das Setup und ins Bauen kommen, denn dort passiert das Lernen. Eine ehemalige Kundin hat sich selbst gestoppt: 2 Minuten und 43 Sekunden vom leeren Projekt bis zum fertigen Theme. Eine andere Nutzerin beschrieb, wie sie ihr Storyboard und ihre Assets direkt in das GPT gibt und daraus das vollständige 16-Farben-Theme rund um das entstehen lässt, was sie schon hatte.

WhatsApp-Nachricht einer ehemaligen Kundin: 2:43 Minuten vom leeren Projekt bis zum fertigen Theme
Die ursprüngliche Nachricht: 2 Minuten 43 Sekunden vom leeren Projekt bis zum fertigen Theme.

Der ehrliche Ausblick. Storylines KI-Assistent nimmt inzwischen 16 Hex-Werte entgegen und legt daraus direkt ein Theme an. Bis dahin holte man sich die Farben einzeln mit der Pipette aus dem Farbraster, das Theme Genie ausgibt. Dieser Schritt entfällt jetzt. Was bleibt, ist der Schritt davor: aus vorhandenem Markenmaterial überhaupt erst eine vollständige, stimmige Palette machen. Genau dafür ist Theme Genie da.

Porträt von Georg Volmer

Sie brauchen Lernangebote wie diese, oder ein Team, das sie entwickelt? Schreiben Sie mir.